Projektzeitraum: Oktober 2025 bis September 2027
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein zentrales Instrument zur Förderung von Nachhaltigkeitskompetenzen. Der Lernort Bauernhof bietet aufgrund seiner Nähe zu natürlichen Prozessen, ökologischen und ökonomischen Zusammenhängen und gesellschaftlicher Verantwortung ein ideales Umfeld, um Nachhaltigkeitsthemen praxisnah und lebensnah in einem echten Lernumfeld zu vermitteln. Während bereits vielfältige Bildungsangebote auf dem Lernort Bauernhof existieren, fehlen oft direkt einsetzbare Methoden, die sich an den Prinzipien von BNE orientieren und über die reine Wissensvermittlung hinausgehen. Zusätzlich mangelt es Landwirt:innen an systematischer Unterstützung, um ihre Bildungsarbeit methodisch fundiert auf BNE auszurichten. Das BNE-Bildungskonzept ist bei vielen Landwirt:innen unzureichend bekannt und bisher setzen nur wenige Lernort Bauernhöfe BNE-Methoden gezielt um oder haben sogar eine BNE-Zertifizierung erfolgreich durchlaufen. Das Projekt setzt hier an und baut eine Brücke zwischen der praxisorientierten Arbeit auf Bauernhöfen und den methodischen Anforderungen moderner BNE.
Unser Ziel ist es, modulare BNE-Methoden zu den Themenfeldern nachhaltige Ernährung, bewusster Konsum und Ressourcenschutz für den Lernort Bauernhof zu erarbeiten. Diese sollen auf die realen Herausforderungen und den Alltag in der Landwirtschaft abgestimmt sein. Dabei werden spezifische Anforderungen aus unterschiedlichen Betriebsformen wie Acker- und Gemüsebau, Milchviehhaltung und weiteren landwirtschaftlichen Bereichen berücksichtigt. Gleichzeitig werden didaktisch aufbereitete Materialien zusammengestellt, die Schulen in der Sekundarstufe I und II bei der Vermittlung dieser Themenfelder unterstützen.
Projektziele
● Entwicklung praxisnaher Methoden:
Es sollen 40 bis 50 handlungsorientierte BNE-Methoden ausgearbeitet werden, die Landwirt:innen konkrete Hilfestellungen für den Lernort Bauernhof bieten und sie bei der Planung von Hoferkundungen mit Schulklassen der Sek I und II unterstützen.
● Pilotphase und Evaluation:
Methodenbeispiele werden an einem ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieb im Rahmen von vier Testläufen mit einer Schulklasse der Sekundarstufe I erprobt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in die finale Optimierung der Methodensammlung mit ein.
● Erstellung eines umfassenden Methodenhefts:
Ein 64-seitiges DIN-A4-Methodenheft fasst die erarbeiteten Ansätze zusammen und dient als praxisorientierte BNE-Methoden-Sammlung für den Lernort Bauernhof.
● Fortbildungen für Landwirt:innen:
Durch praxisnahe Schulungen in kleinen Gruppen und spezielle Trainingsformate (sowohl in Präsenz als auch Online) werden 20 bis 30 Landwirt:innen als Multiplikator:innen ausgebildet, um die BNE-Methoden in ihren Betrieben umzusetzen und weiterzuentwickeln.
● Zusammenstellung von Schulmaterialien:
Ergänzend werden didaktisch aufbereitete BNE-Materialien zusammengestellt, die Lehrkräfte für die Vor- und Nachbereitung der Hofbesuche verwenden können.
● Primäre Zielgruppe – Landwirt:innen:
Das Projekt richtet sich vorrangig an Landwirt:innen, die in verschiedensten Betriebsformen tätig sind.
Die praxisnahen Methoden sollen sie bei der pädagogischen Arbeit auf dem Lernort Bauernhof unterstützen und mit dem BNE-Kompetenzkonzept vertraut machen.
● Sekundäre Zielgruppe – Schulen:
Ergänzend profitieren Schulen von diesem Konzept. Die speziell für die Sekundarstufen I und II entwickelten Methoden ermöglichen es Lehrkräfte, die Themen nachhaltige Ernährung, Konsum und Ressourcenschutz praxisnah in den Unterricht zu integrieren. Zudem können so Exkursionen auf dem Lernort Bauernhof vor- und nachbereitet werden.
Das Projekt BNE-Methoden auf dem Lernort Bauernhof wird gefördert durch die Stiftung Umwelt
und Entwicklung NRW, Projektleitung und Moderation: Sibylle Drenker-Seredszus

Bei Rückfragen können Sie sich an die Projektleitung Sibylle Drenker-Seredszus
Mobilnummer: 0157 50675451 oder unter sds@stadtundland-nrw.de melden.
Der Verein STADT UND LAND in NRW wird institutionell durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

